2008 BG FF - Fahrt ins Ammerland
Fahrt ins Ammerland
Ick seh di!- Dat freit mi!
Regen, Nebel, es ist kalt, man riecht schon den November. Alle, die in dieser Jahreszeit eine Reise unternehmen, fahren gen Süden- ins Warme, der Sonne hinterher.
Nicht so die 28 Exkursionsteilnehmer des BDB der Bezirksgruppe Frankfurt (Oder), die, ausgestattet mit den Wünschen der neuen ENEV 2009 nur einen Weg kennen: gen Norden, der Wärme entgegen. Auf dem Weg ins Ammerland zum Heizungshersteller Brötje führte uns der erste Tag nach Bremen. Die Symbole der Stadt- Esel, Hund, Katze und Hahn, selbst nie bis zum Rathaus gekommen, sind an jeder zweiten Ecke gegenwärtig. Neben dem Ratskeller, gegenüber dem Dom, im Schnoorviertel, überall tauchen sie auf.
Kollegen und Kolleginnen, die sich sonst nur per Telefon, Mail oder bei zentralen Veranstaltungen begegnen, trieb der Wunsch nach Sonne scharenweise an die Vorderhufe des Esels. Und um nicht dem Spott der Bremer ausgeliefert zu werden („Schaut mal, da sagt ein Esel dem anderen Esel guten Tag“) wurden auch beide Hufe gleichzeitig poliert. Dass der Wunsch so schnell in Erfüllung geht, hätten sich manche nicht gedacht.
Der zweite Tag, begleitet nun von Klärchen, führte uns in die Hallen der Firma Brötje. High Tech, entwickelt und produziert in Deutschland war hautnah zu erleben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Neben der Besichtigung der Produktionsabteilungen, den Erläuterungen zur Team- und Gruppenarbeit im Prozess, dem Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten zeigte insbesondere das eigene Callcenter die Wichtigkeit, aber auch den Arbeitsumfang im Bereich Service. Eine Hotline mal am anderen Ende der Musik zu sehen, ist schon etwas.
Krönung der Werksbesichtigung war neben den Vorträgen die praktischen Vorführungen der Produkte aus dem Hause Brötje. Ob Brennwert, Wärmepumpe oder Pellet, alles wurde gezeigt, erläutert und beprobt. Natürlich gewürzt mit dem bekannten Ammerländer Humor- meist zu Lasten der ostfriesischen Nachbarn. Der schöne sonnige Herbsttag muss wohl nun doch einigen Kolleginnen und Kollegen zu schaffen gemacht haben- jedenfalls war der Wunsch nach Urlaub, Sonne und Meer nicht mehr zu unterdrücken. So wurden kurzerhand die Emotionen gebündelt und der Nachmittag mit der Besichtigung der Meyer- Werft in Papenburg verbracht. Kreuzfahrtschiffe mit der Lizenz zum Träumen in ihrer Entstehung mussten reichen und haben gereicht, vollauf.
Gegründet 1795, geführt über Generationen und noch immer im Familienbesitz, ist die Meyer- Werft und ihre Produkte eine erlebenswerte Ingenieurwelt, in der nicht nur die fertigen Schiffe, sondern auch die modulare Herstellungstechnologie jede Sekunde der Besichtigung wert ist.
Solch eine Exkursion ist ja nun kein profaner Selbstzweck. Netzwerkbildung steht an, Monitoring aller Teilnehmer, mit und ohne Jour Fix, Meetings, Konferenzen, Tagungen und Klausur sind immens wichtig. All dies zu absolvieren, war eines der Herausforderungen unserer Fahrt. Unter dem Synonym „gemütliches Beisammensein in einem tollen Restaurant bei einem tollen Essen“ gelang es allen, auch diese Hürden zu nehmen.
Am Scheidetag führte der Weg ans Zwischenhahner Meer in die Vergangenheit. Die Ammerländer Bauernhäuser, Geschichte und Geschichten aus drei Jahrhunderten, begeisterten durch die Führung und das Erleben vergangener Lebensweisen ob der Details und Lösungen.
Die Erkenntnis zu Herkunft so mancher Sprichwörter wie:
„Etwas auf der hohen Kante haben“,
„Ins Fettnäpfchen treten“,
„Die Hand für jemanden ins Feuer legen“,
„Da hab ich den Daumen drauf“,
„Einen Zacken schärfer stellen“
erhellten den Heimweg.
Das Ergebnis einer Umfrage während der Heimfahrt, beauftragt mich, den beteiligten Firmen Brötje, sowie Bär & Ollenroth herzlich zu danken und die nächste Exkursion unter bekanntem Thema zu führen:
Ick seh di! Dat freit mi!
Koll. M.Krebs




